Seelsorge

Wie wir als Leitungsteam und Netzwerk im FeG-Sauerlandkreis Seelsorge verstehen

Um die Seesorgearbeit in den Kreisgemeinden zu fördern, hat der Kreisrat des Sauerlandkreises den
Arbeitszweig Seelsorge eingerichtet. Zu diesem Arbeitszweig gehören das Leitungsteam und ein
Netzwerk von Seelsorgern und Seelsorgerinnen. Für die Zusammenarbeit im Leitungsteam und im
Netzwerk ist es uns wichtig, die wesentlichen Grundzüge unseres Seelsorgeverständnisses zu
beschreiben, um so eine gemeinsame Grundlage für unsere Arbeit zu bekommen.

Wie wir Seelsorge verstehen:

Seelsorge ist seit jeher ein wichtiger Teil der Gemeindearbeit jeder christlichen Gemeinde und
geschieht im Auftrag Jesu Christi. Da der Begriff Seelsorge in der Bibel nicht vorkommt, geben wir hier
eine Auswahl der biblischen Begriffe, die beschreiben, worum es in der Seelsorgepraxis geht:
Begleiten, beistehen, ermutigen, trösten, ermahnen, zurechthelfen, weiden, heilen,
wiederherstellen, aufrichten, versöhnen. Auf diese Weise hat sich Jesus für Menschen eingesetzt und
damit ein Vorbild für die Seelsorgepraxis der Gemeinde gegeben.
Seelsorge geschieht zum Teil in Predigt und Verkündigung, hauptsächlich aber in persönlichen und
vertraulichen Gesprächen zwischen Seelsorgern und Ratsuchenden. Als Kreisseelsorgeteam wollen
wir dazu ermutigen, in den Gemeinden vermehrt niederschwellige Seelsorgeangebote einzurichten,
wie z.B. Segnungen und persönliche Gebetsunterstützung oder auch Gebetspatenschaften. Im
Unterschied zu säkularer Lebensberatung und Psychotherapie geschieht Seelsorge immer im
Bewusstsein der Gegenwart Gottes sowohl im Leben der Beteiligten, wie auch im Beratungsprozess
selbst, wobei durchaus psychotherapeutische Methoden aus dem säkularen Bereich zur Anwendung
kommen können.

Wie wir den Ratsuchenden verstehen:

Grundsätzlich gilt, dass jeder Ratsuchende sowohl mit seinen Glaubens- wie auch Lebensfragen
willkommen ist. Glauben und Lebensführung lassen sich nicht voneinander trennen. Wir sind
überzeugt, dass Gott jeden Menschen liebt und ein brennendes Interesse daran hat, dass sein Leben
gelingt und zur Entfaltung kommt. Das verpflichtet uns als Seelsorger, respekt- und achtungsvoll mit
jedem Ratsuchenden umzugehen. Er soll seinen Weg des Glaubens und seinen Weg des Lebens
finden.

Wie wir den Seelsorger verstehen:

Zum Seelsorgersein gehören die Prägung aus dem Glauben und die Liebe zum Wort Gottes.
Die Erfahrungen mit eigenen Grenzen, mit eigenen Krisen, mit eigener Schuld und mit eigener
Hilfsbedürftigkeit bilden die persönlichen Voraussetzungen für die Seelsorgepraxis.
Der Seelsorger muss sich bewusst sein, wie sehr er selbst auf die Gnade und Barmherzigkeit
Gottes angewiesen ist. Erst diese persönlichen geistlichen Erfahrungen helfen ihm,
den Ratsuchenden zu verstehen und ihn anzunehmen, egal wie schwer sein Anliegen ist.
Neben diesen persönlichen Voraussetzungen ist es für SeelsorgerInnen hilfreich,
Grundlagen konstruktiver Gesprächsführung zu erlernen und diese in einer förderlichen Grundhaltung
gegenüber dem Ratsuchenden einzusetzen.
Als Seelsorger sind wir eine Art Wegbegleiter. Das heißt, es ist nicht unsere Aufgabe,
die Probleme eines Ratsuchenden zu lösen, sondern ihm zu helfen, eigene gute Antworten
und Wege zu finden und ihn zu ermutigen, erste Schritte zu wagen. Lösungen, die ein
Ratsuchender für sich selber findet, sind in der Regel für ihn besser als denkbare Ratschläge
des Seelsorgers.

Seelsorger sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und wahren die für einen gelingenden
Beratungsprozess nötige Distanz. Uns ist bewusst, dass der Seelsorgeauftrag der Gemeinden nur erfüllt
werden kann, wenn viele Frauen und Männer sich mit einbringen. Wir brauchen nicht nur ausgebildete Profis,
sondern viele begabte Mitarbeiter.
Einige MitarbeiterInnen im Leitungsteam und im Netzwerk bieten Beratung und Seelsorge auch auf
professioneller Basis an. Damit Interessenkonflikte und Irritationen vermieden werden, haben
wir mit ihnen vereinbart, dass Erstkontakte und Erstgespräche grundsätzlich kostenlos durchgeführt werden.
Sollte es sich ergeben, dass eine darüberhinaus gehende Beratung sinnvoll und auch erwünscht ist, so müssen
sowohl das Beratungsangebot wie auch die damit verbundenen Kosten eindeutig abgesprochen werden.

Unsere Mitarbeiter sind dazu verpflichtet, auch alternative Möglichkeiten aufzuzeigen.

Wie wir zusammen arbeiten wollen:

Um die Aufgabe voran zu treiben und Gemeinschaft und Verbundenheit zu pflegen, trifft sich das
Leitungsteam mindestens viermal im Jahr und davon einmal mit den Mitarbeitern im Netzwerk.

WEITERE INFORMATIONEN ZU UNSEREM SEELSORGEBEREICH FOLGEN IN KÜRZE.